#7 Das asymmetrische Dach – Worauf es ankommt…

29 November 2018| News| Mareike Eckhoff

Einmal monatlich geben wir in unserer Reihe „Ein Gartenhaus für die Ewigkeit“ wichtige Tipps rund um den Gartenhaus-Bau. Unsere Architekten und Holz-Spezialisten erklären, wie ein langlebiges Gartenhaus im Detail aussehen sollte. Von der Materialwahl bis hin zur Fertigstellung wird alles erläutert. Werden auch Sie zum Holz-Gartenhaus-Experten!


Kein Haus ist komplett ohne Dach, und das gilt auch für Gartenhäuser. Das Dach ist ein sehr wichtiger Bestandteil jedes Gartenhauses und trägt wesentlich zur Langlebigkeit Ihres Gartenhauses bei. Daher ist es wichtig, das richtige Dach für Ihr Gartenhaus zu wählen. Hierbei sind zwei Grundaspekte zu beachten: Erstens sollte das gewählte Dach qualitativ hochwertig sein und zweitens müssen Sie den richtigen Dachtyp für die Form Ihres Gartens wählen. Der erste Aspekt kann leicht durch die Beratung durch Fachpersonal erreicht werden. Allerdings gibt es viele Dinge, die bei der Auswahl des Dachtyps für Ihr Gartenhaus zu beachten sind, welches diese Aufgabe erheblich erschwert.

Um Ihnen bei der Wahl des richtigen Dachtyps für Ihr Gartenhaus zu helfen, haben wir eine Reihe von Blogs geschrieben, in denen wir Ihnen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Dachtypen aufzählen und erläutern. In den vorherigen Beiträgen haben wir bereits das Sattel-, Flach- und Pyramidendach näher betrachtet. In diesem Blog möchten wir Ihnen das etwas andere Dach – das asymmetrische Dach vorstellen. Das asymmetrische Dach ist zwar etwas weniger verbreitet als die anderen Dachtypen, bietet jedoch einige Vorteile in Bezug auf Design, Funktionalität und Platz. Wenn Sie der Meinung sind, dass ein asymmetrisches Dach das richtige Dach für Ihr Gartenhaus sein könnte, lesen Sie diesen Artikel weiter und erfahren Sie alles wissenswerte rund ums asymmetrische Dach.

Was ist ein asymmetrisches Dach?

Ein asymmetrisches Dach kann auf den ersten Blick einem Satteldach ähneln, da beide einen Dachfirst bilden, es gibt jedoch einen grundlegenden Unterschied – während das Satteldach zwei identische Seiten hat, die an den Rändern eine gerade Linie bilden, hat ein asymmetrisches Dach einen asymmetrischen Überhang an einer Seite (daher der Name). Das bedeutet, dass beide Seiten des Daches unterschiedliche Längen haben und manchmal sogar unterschiedliche Steigungen haben und ungleiche Winkel bilden. Daher können Gartenhäuser mit dieser Art von Dach ihren Eigentümern mehr nutzbaren Innenraum bieten als solche mit einem regulären Satteldach. Ebenfalls gut geeignet sind asymmetrische Dächer für Standorte, die viel Niederschlag und Schnee erhalten, da diese durch die Dachneigung sehr leicht abfließen oder abrutschen.

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Was sind die Vorteile eines asymmetrischen Daches?

Ein asymmetrisches Dach hat mehrere Vorteile, die potenzielle Eigentümer von Gartenhäusern ansprechen könnten. Wie bereits erwähnt, ist der Hauptvorteil der zusätzliche Platz im Innenraum der geschaffen wird durch die Überlänge einer Dachseite. Dadurch entsteht die Möglichkeit einen zusätzlichen Raum einzurichten oder mehr Stauraum zu schaffen.

Ein weiterer entscheidender Vorteil von asymmetrischen Dächern ist das leichtere und schnellere Abfließen von Regenwasser und Schnee vom Dach, wodurch sichergestellt wird, dass sich diese schweren Flüssigkeiten nicht auf dem Dach ansammeln. Asymmetrische Dächer befreien sich aufgrund der Dachform schneller von Schnee und Regenwasser als andere Dachtypen, da die Dachneigung besonders auf der längeren Seite ziemlich steil ist. Darüber hinaus bedeutet die überdurchschnittliche Länge einer Dachseite, dass Schnee oder Regenwasser auf einer größeren Fläche verteilt werden, wodurch die Gefahr von gefährlichen Anhaftungen verringert wird.

Zu guter Letzt ist ein weiterer Vorteil das Erscheinungsbild, da es aufgrund seiner ungewöhnlichen Form sofort interessanter erscheint als übliche Dachtypen. Außerdem können asymmetrische Dächer viele hervorragende und erfinderische Gestaltungsmöglichkeiten bieten, und wie bereits erwähnt, können sie bei effizienten Gestaltungen den zur Verfügung stehenden Raum maximieren.

Dachmaterial

Dachmaterial ist ein weiterer Bereich, in dem asymmetrische Dächer einige gemeinsame Eigenschaften mit Satteldächern aufweisen, da Bitumenschindeln für beide Dacharten am häufigsten verwendet werden. Schindeln sind leicht und lassen sich einfach biegen und schneiden. Sie sind auch sehr widerstandsfähig gegen Regen, Schnee und andere Witterungsbedingungen und bieten eine sehr gute Schallisolierung, die Sie vor äußeren Geräuschen schützt.

Lugarde verwendet hochwertige Dachschindeln, die eine beidseitig mit Bitumen imprägnierte Trägerschicht aus Glasvlies enthalten. Auf der Oberseite sind die Schindeln mit farbigem Mineralgranulat bedeckt, das ihnen ihre Farbe gibt. Sie sind normalerweise in verschiedenen Farben erhältlich, sodass die Dachfarbe auf das Gesamtbild des Gartens abgestimmt werden kann. Die Standardfarben von Lugarde sind Blau, Braun, Grün, Rot und Schwarz – entscheiden Sie welche Farbe am besten zu Ihrem Gebäude passt!

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Wie baut man ein asymmetrisches Dach?

Aufgrund seiner ungewöhnlichen Form entscheiden Sie manche Menschen gegen ein asymmetrisches Dach aufgrund von Bedenken gegenüber der Konstruktion des Daches. Dies ist verständlich, da die Menschen oftmals etwas ablehnen, was ihnen unbekannt ist. Es ist auch verständlich, dass die asymmetrische Dreiecksform dieses Dachtyps den Eindruck erwecken könnte, dass es schwer zu bauen ist, aber ist das wirklich der Fall?

Dies ist eigentlich nicht der Fall – asymmetrische Dächer sind nicht viel schwieriger zu installieren als Satteldächer, die ihre engsten Verwandten sind, da sie eine ähnliche Struktur und Konstruktionsweise haben. Natürlich gibt es einige Dinge, die zu berücksichtigen sind, die für diesen Dachtyp spezifisch sind, aber insgesamt ist die Konstruktion asymmetrischer Dächer recht unkompliziert.

Nachdem die Wände montiert sind, werden im nächsten Schritt die Dachbretter installiert. Diese sollten nicht direkt in der Mitte des Daches positioniert werden sondern etwas versetzt und dort an die Dachkonstruktion genagelt werden. Stellen Sie sicher, dass die Dachbretter nicht zu fest zusammengedrückt werden. Ein Abstand von etwa 1 mm sollte gelassen werden, um eine Ausdehnung zu ermöglichen. Danach sollten die Schindeln in Reihen angebracht werden. Die erste Reihe muss verkehrt herum mit den Kerben nach oben montiert werden, während die zweite und die folgenden Reihen mit den Kerben nach unten angeordnet werden sollten. Es ist wichtig, dass die oberen und unteren Überlappungen gleich sind und dass sich die Kerben in der Mitte der Schindeloberfläche befinden. Nachdem Sie die Schindelreihen befestigt haben, müssen die Firstschindeln zugeschnitten, leicht gebogen und nacheinander an das Dach genagelt werden.

Jetzt wissen Sie, was ein asymmetrisches Dach ist, was seine Hauptvorteile sind und wie man es installiert. Wenn Sie über ein asymmetrisches Dach für Ihr Gartenhaus nachgedacht haben, hat Sie dieser Artikel hoffentlich ermutigt, diesen Dachtyp zu wählen. Wenn Sie sich immer noch nicht sicher sind, welcher Dachtyp für Sie der richtige ist, lesen Sie doch einmal die anderen Artikel unserer und lernen Sie die anderen Dachtypen besser kennen.

Weitere Blogbeiträge aus dieser Serie

#1 Warum die richtige Holzqualität entscheidend ist
#2 Bausysteme – Worauf Sie achten sollten
#3 Der Einbau von Fenstern und Türen
#4 Das Satteldach – Worauf es ankommt…
#5 Das Flachdach – Worauf es ankommt…
#6 Das Pyramidendach – Worauf es ankommt…

 

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