#2 Bausysteme – Worauf Sie achten sollten!

06 März 2018| News| Mareike Eckhoff


Einmal wöchentlich geben wir in unserer Reihe „Ein Gartenhaus für die Ewigkeit“ wichtige Tipps rund um den Gartenhaus-Bau. Unsere Architekten und Holz-Spezialisten erklären, wie ein langlebiges Gartenhaus im Detail aussehen sollte. Von der Materialwahl bis hin zur Fertigstellung wird alles erläutert. Werden auch Sie zum Holz-Gartenhaus-Experten!


Viele wünschen sich ein schönes Holz-Gartenhaus im eigenen Garten! Ob als persönlicher Rückzugsort, als Hobbyraum oder für ein geselliges Miteinander – ein Gartenhaus lässt sich individuell gestalten und bietet viele Nutzungsmöglichkeiten. Vielleicht ist es auch gerade das, was ein Gartenhaus so beliebt macht. Es gibt die unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben. Hinzu kommt, dass jeder sein Gartenhaus so gestalten kann, wie er möchte. Auf die eigenen Bedürfnisse angepasst ist ein Gartenhaus für viele ein Ort, an dem sie ihrer Kreativität freien laufen lassen können.

Ein Holz-Gartenhaus selber bauen

Manche möchten ihrem Gartenhaus von Anfang an eine ganz persönliche Note verleihen. Deshalb entscheiden Sie sich dafür, den kompletten Bau des Gartenhauses selbst in die Hand zu nehmen. Damit stellen sie sich einer großen Herausforderung. Bei dem Bau eines Gartenhauses gilt es einiges zu beachten. Ziel ist es, möglichst lange Freude am eigenen Gartenhaus zu haben. Im letzten Blogbeitrag wurde bereits erläutert, wie wichtig die richtige Holzauswahl in diesem Zusammenhang ist.

Das richtige Holz ist entscheidend für ein langlebiges Gartenhaus. Hat man dieses gefunden, ist man schon einen Schritt weiter und kann sich Gedanken über die Verarbeitung des Holzes machen. Es gibt diverse Bausysteme, die beim Gartenhausbau zum Einsatz kommen. Doch welches ist das Richtige? Und worauf muss man achten? Das erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Lugarde-bau-eines-Gartenhauses-aus-holz

So wenig Schrauben wie möglich verwenden

Das Holz muss arbeiten können! Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, ein Bausystem zu wählen, bei dem so wenig Schrauben wie möglich in das Holz geschlagen werden müssen. Verwendet man Schrauben und Nägel, können sich die einzelnen Holzbretter nicht ausreichend bewegen. Dadurch können sich beim fertigen Holz-Gartenhaus komplette Bauteile verziehen oder gar Risse entstehen. Das Gartenhaus muss wachsen und schrumpfen können. Bedingt durch die Trocknung des Holzes im Sommer können Ritzen bzw. Spalten zwischen den Brettern entstehen. Im Winter kann ein Gartenhaus bis zu 3-4 cm größer sein als im Sommer. Es wirken dann ungemeine Kräfte aufeinander. Das muss man berücksichtigen.

Beispiele für schraubenfreie Bausysteme sind das Pro-System, das Blockbausystem und das Prima-System von Lugarde. Entscheidet man sich für ein Blogbausystem, setzt man horizontal einzelne Holzbalken so übereinander, dass die Balken an den Ecken herausragen. Es handelt sich um ein Stapelholzsystem mit einer Kreuzbindung an den Ecken des Hauses. Das bedeutet, dass die Ecken mittels Ineinanderstecken der einzelnen Balken gebildet werden. So schafft man eine sehr robuste Konstruktion mit einer Versteifung in sich selbst.

 

 

 

 

 

Eine andere Möglichkeit stellen Ständersysteme dar, bei denen komplette Wandteile in Eckständer bzw. Pfosten geschoben werden. Dank der Schienen in den Ständern kann das Holz arbeiten und ist nicht fest verschraubt. Solche Systeme sind sehr stabil und langlebig. Zudem kann eine optimale Isolierung gewährleistet werden. Auf den folgenden Bildern sehen Sie beispielhaft das Pro-System und Prima-System von Lugarde:

Lugarde-Prima-Bausystem mit Eckverbindungen funktioniert ohne Schrauben und Nägel, um die natürliche Verformung des Holzes zu berücksichtigen

Lugarde-Pro-Bausystem mit Pfostenverbindung funktioniert ohne Schrauben und Nägel, um die natürliche Verformung des Holzes zu berücksichtigen

 

 

 

 

 

 

Feder und Nut

Die verschiedenen Bausysteme zeigen, wie die einzelnen Wandteile eines Gartenhauses miteinander verbunden werden können. Um möglichst lange Freude an seinem Gartenhaus zu haben, muss aber auch bei den Wandteilen an sich einiges berücksichtigt werden. Die einzelnen Holzbretter sollten eine Feder- und Nut-Verbindung besitzen. So kann sichergestellt werden, dass die Holzbretter nicht abrutschen. Die fertigen Wandteile zeichnen sich bei dieser Technik durch eine hohe Stabilität aus. Außerdem sind sie wind- und wasserdicht.

Türen und Fenster richtig integrieren

Wie bereits erwähnt, arbeitet Holz kontinuierlich. Es wächst und schrumpft. Wählt man deshalb ein Bausystem ohne Schrauben, ist man schon nah dran an einem Gartenhaus für die Ewigkeit. Doch ist es ebenso wichtig, Fenster und Türen bei einem Gartenhaus richtig zu integrieren. Auch diese sollten schraubenfrei angebracht werden. Holz kann aufgrund der Trockenheit im Sommer zusammenschrumpfen. Und damit dann das komplette Gewicht des Holz-Gartenhauses (inkl. Dach) nicht auf den Türen und Fenstern liegt, muss auch hier über verschiedene Einbausysteme nachgedacht werden. Bei Lugarde findet man die Lösung für dieses Problem im Rahmen der einzelnen Fenster und Türen. Im Rahmen selbst wurde eine Schiene integriert. Und mit dieser Schiene werden die Fenster auf die fertigen Holzwände beim Gartenhaus geschoben. Interessant ist, dass die Rillen dieser Schiene als eine Art „Wachstumsrille“ angesehen werden können. Wächst das Holz, so kann es in die Rillen der Schiene wachsen. So wird das gesamte Gewicht richtig auf den Holzbrettern, Fenstern und Türen verteilt. Das Gartenhaus verzieht sich nicht und es entstehen keine Risse im Holz.

Besonderheit bei einer angeschlossenen Veranda: Verstellbare Füße

Bei dem Bau einer an ein Gartenhaus angeschlossenen Veranda gibt es eine Besonderheit: Im Gegensatz zu einem Gartenhaus arbeitet das Holz bei den Pfeilern einer Veranda nicht so stark. Holzpfeiler bestehen aus kleinen laminierten Holzstücken. Und jedes dieser Holzstücke wächst und schrumpft in verschiedene Richtungen – nämlich so wie es die Jahresringe im Holz vorgeben. Wichtig ist, dass die Holzstücke bei einem Pfeiler so positioniert werden, dass Sie sich gegenseitig daran hindern, sich zu verziehen. Die Jahresringe der Holzstücke zeigen in entgegengesetzte Richtungen. So wird ein Wachstum verhindert und der Pfeiler bleibt starr und stabil. Die folgende Abbildung zeigt ein Gartenhaus mit angebauter Veranda. Der grüne Kreis markiert dabei einen Pfeiler mit eingebautem verstellbaren Fuß. Dieser ist absolut notwendig. Das Gartenhaus schrumpft im Sommer und wächst im Winter. Dank des verstellbaren Fußes kann der Pfeiler jeweils angepasst werden und die Statik des Gartenhauses wird nicht negativ beeinflusst.

Lugarde Gartenhaus mit angebrachter Veranda. Hier wurde der vertsellbare Fuß markiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorschau

Möchten Sie ein langlebiges Gartenhaus sind das richtige Holz und schraubenfreie Bausysteme entscheidende Faktoren. Sie helfen dabei, ein Gartenhaus wetterfest zu machen. Das Ziel ist der Bau eines Gartenhauses für die Ewigkeit! Die richtigen Fenster und Türen tragen hierbei auch ihren Teil bei. Es gibt unzählige Möglichkeiten für Fenster und Türen. Welche sich für eine gute Isolierung besonders gut eignen, erfahren Sie im nächsten Blog in der kommenden Woche.

Mehr Blogbeiträge aus dieser Serie:
https://www.lugarde.de/die-gute-holzqualitaet-entscheidet/

 

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